Kommentare 0

Ja wer baggert da so spät…?

Was waren nochmal die Dinge die man(n) bis zum Ende seines Lebens getan haben sollte? Mal überlegen: Ein Haus bauen oder wenigstens kaufen. Einen Baum pflanzen. Einen Sohn bzw. eine Tochter zeugen. Hm – war da nicht auch noch etwas mit baggern? Wie dem auch sei: unser Past-Präsident Günter kann spätestens seit unserem letzten Hands-On in Kaub alle diese Punkte abhaken. Die erstgenannten Mannes-Pflichten waren seinerseits ja bereits zuvor erledigt.

An besagtem Samstag im Juni hat er dann schließlich auch den all-time RT 66-Rekord im baggern gebrochen. Doch der Reihe nach.

Frühmorgens ging es also raus aus den Federn und ab nach Kaub. Ganz so weit ist es von Mainz ja nicht möchte man denken. Der ungeliebte Weg auf der „eebsch Seit`“ zieht sich dann aber doch recht erbarmungslos. Kaum angekommen mussten wir bereits den ersten Rückschlag einstecken. Für den geneigten Leser als Tipp: einfach mal „Kauber Schiefer“ googlen. Angeblich haben den ja schon die Römer für den Limes genutzt. Nun lag Mainz zu jener Zeit bekanntermaßen hinter dem (nassen) Limes auf römischer Seite. Genutzt hat es uns trotzdem nicht: Buchstäblich den ganzen Tag waren wir unter Einsatz schwersten Geräts und zahlreicher fleißiger RT 66-Helferlein beschäftigt, einen etwa 150m langen und 1m breiten Graben anzulegen. Übrigens bestens unterstützt durch eine unserer Ladies. Wozu der Graben gut war? Ganz einfach: Strom. Die vorhandenen Stromleitungen sind nämlich nicht ausreichend für das, was aus dem ehemaligen Elsleinbad werden soll. Und das ist schließlich nicht weniger als das schönste, beste und abenteuerlichste Jugendcamp aller Zeiten. Also musste eine neue unterirdische Leitung gezogen werden. Dafür der Graben. Und dafür auch die Arbeit. Und auch wenn man in wenigen Monaten von dem Graben und von der Stromleitung nichts mehr sehen wird, so ist eines Gewiss: Wann immer irgendjemand im Jugendcamp Kaub eine Lampe anschaltet oder ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank nimmt, sollte er an uns Mainzer denken. Denn ohne uns wäre es dort – wie sagt man so schön auf Meenzerisch – Zappenduster. Wir wissen ja nicht wie es euch geht, aber wir finden den Gedanken ziemlich cool. In diesem Sinne – auf nach Kaub.

Weitere Informationen:
www.jugendcamp-kaub.de

Schreibe eine Antwort